Dargo, Wonnangatta Station und Heyfield

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Von Eden wollten wir dann nach Lakes Entrance, Victoria fahren. Wir sind um 9 Uhr morgens schon unterwegs gewesen und um 12:30 in Lakes Entrance. Nach einer kurzen Sandwichpause haben wir entschlossen in den Mitchell River Nationalpark zu einem Campground fahren.

_DSC8986 _DSC8988 _DSC8989Kurze Rede, Langer Sinn: wir haben uns verfahren – Wir fuhren einen ca.3,5 Stunden langen 4 Wheel Drive Track. Die Strecke war allerdings nur ca. 50 km. Die Bedingungen waren daher dementsprechend schlecht. Auf dem Weg haben wir folgende (freilaufende) Tiere gesehen:

  • Emu
  • Dingo
  • Schlangen (4)
  • Blue Tounge Lizard
  • Guana (3)
  • Wallaby

Jetzt waren wir im nirgendwo. Wir sind schlussendlich in Dargo angekommen. Dargo ist der letzte Ort bevor die Straße (über die wir NICHT gekommen sind) zu Schotter wird. Mittlerweile war es schon ca. 7 Uhr und wir brauchten etwas zum Übernachten. Wir sind in das Dargo Hotel um uns zu erkundigen ob man denn irgendwo Campen kann. Antwort: Klar, hinten draußen auf der Schafsweide neben dem Fluss.

Wir haben uns entschlossen da es schon recht spät war kein Zelt aufzubauen, sondern im Auto zu schlafen. (Das Auto ist dafür ausgelegt – Die Matratzen passen nebeneinander hinten rein.)

Abendessen gab es dann im Dargo Hotel: eine Schüssel (ca. 1 Liter!) Kürbissuppe für Aroa und ein “Aussie Schnitzel” für Felix. (Aussie Schnitzel: Schnitzel mit Bacon, Ei und geschmolzenem Käse – dazu: Pommes)

Bei einer Runde Billard wurde uns dann von den “Locals” erzählt was man denn um Dargo so alles machen kann. Direkt hinter Dargo geht der Alpine National Park los – Australiens Schigebiete liegen also sehr nah. Uns wurde eine Route zurück zur Küste vorgeschlagen: über die Wonnagatta Station. “Es ist manchmal etwas steil, aber das ist kein Problem. Und die Flüsse sind momentan auch niedrig.”

Hat sich gut angehört alles 🙂 Also: ein kleines Abenteuer in den Nationalpark. Dauer: 2 Tage. Mit 20 Litern Benzin auf dem Dach und  genug Nahrung und Wasser für mindestens 1 – 2 Wochen sind wir am nächsten Morgen los.

Nach ca. 10 km Asphalt wird die Straße hinter Dargo zu Schotter. Alles noch sehr einfach auch mit einem SUV oder 2 Rad Antrieb mit genug Bodenfreiheit zu bewältigen.

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Bis Grant, einer alten Goldgräberstadt, geht die Straße so weiter. Grant hatte einst über 2000 Einwohner. Es gab Pubs und eine Post. Heute ist nur noch der Friedhof zu erkennen. (Voller namenslosen Gräber)
Schilder kennzeichnen wo die einzelnen Gebäude waren.

Weiter ging es dann nach Talbotville, einer weiteren Goldgräberstadt, welche sogar mehrere Hotels hatte. Heute ist Talbotville ein Campground. Die Straße nach Talbotville ist schon ein bisschen herausfordernder: loses Geröll auf steilen Hängen mit der ein oder anderen Flussüberquerung.

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Ca. 3,5 Stunden dauerte es bis wir die Strecke nach Wonnagatta Station geschafft hatten.

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Auf der Strecke haben wir ca. 6 Autos gesehen. Nachdem wir unser Zelt aufschlugen dann nur noch eins. Am Montag dann gar keins mehr. Wonnagatta Station war einmal die entlegenste besiedelte Stelle in Victoria. Es sind ca. 100km durch den Bush in alle Richtungen zum nächsten Ort.

Aroa hatte mit der Situation nur ein Problem: die Fliegen.

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Der Weg zurück zur Zivilisation war ähnlich steil und schwierig wie der nach Wonnagatta Station. Dennoch sind wir heil in Heyfield angekommen, wo wir die Nacht auf einem “RV Rest Stop” verbringen konnten.

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Ein Problem hatten wir jetzt jedoch: Die Federung des Range Rovers ist Luftbasiert. Es werden Airbags aufgepumpt. Wenn diese Airbags nicht aufgepumpt sind kann der Range Rover nicht ordentlich fahren. Es hatte sich irgendwo ein Leck eingeschlichen. Die Luft aus dem vorderen rechten Airbag entwich immer wieder. Der Kompressor schaffte es zwar das Auto so noch fahrbar zu halten, aber lange wollten wir so nicht unterwegs sein. Also: ab zum nächsten Land Rover Händler – 45 km entfernt.
Antwort Händler: können wir anschauen – in 4 Tagen. Wenn es pressiert am besten nach Melbourne fahren. Nächster Stopp: Melbourne.

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